<

Gedanken zur Tageslosung

für Donnerstag, den 12.02.2026

>

Losungswort
Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!
Jesaja 44,22

Lehrtext
Ihr wisst, dass Jesus Christus erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde.
1. Johannes 3,5

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Die Sonne der Gerechtigkeit

In den heutigen Bibelversen geht es um die Befreiung und Erlösung von Sünden. Im Losungswort verspricht Gott den Israeliten, ihnen ihre Verfehlungen zu vergeben, sodass sie verschwinden wie Nebel, wenn die Sonne durchbricht. An diesem Bild möchte ich einmal dranbleiben.

Manche Menschen empfinden es als schwierig, wenn man von Sünde spricht. Sie vermuten dahinter einen veralteten Regel- oder Moralkatalog. Wie ich es verstehe, geht es in der Bibel jedoch um etwas viel Umfassenderes: Unsere Beziehung zu Gott wird durch etwas gestört, das wie eine dunkle, undurchdringbare Wolke zwischen ihm und uns steht. Es sind nicht nur die schlechten Handlungen, die wir begehen, sondern auch die Neigung zu ihnen an sich.

Wie Sünde funktioniert, kann man sehr gut am Beispiel von Kain und Abel erkennen: Beide brachten Gott ein Opfer dar. Abels wurde angenommen, das von Kain jedoch abgewiesen, was ihn sehr zornig machte. Ist das nicht nachvollziehbar? Gott sprach Kain darauf an – eine Chance für einen Neuanfang. Leider ging Kain nicht darauf ein, sondern nährte den Groll in seinem Herzen so sehr, dass er Abel schließlich erschlug.(1) Er war der erste Mensch, der einen anderen tötete – aber nicht der letzte. Bis heute trägt jeder Mensch in sich die Fähigkeit, schlechte, ja sogar schlimme Dinge zu tun. Wer von sich behauptet, noch nie etwas Böses oder Falsches getan zu haben, sagt nicht die Wahrheit.

Im Lehrtext schreibt der Apostel Johannes von dem einzigen Menschen, der tatsächlich nie etwas Böses tat: Jesus Christus. Wie wir war er allen Versuchungen ausgesetzt, blieb aber ohne Sünde.(2) Er kam, um die Wolke, die zwischen Gott und uns stand, aufzulösen und uns wieder mit Gott in Verbindung zu bringen. Er ist „die Sonne der Gerechtigkeit“(3), durch die wir Heilung, Erlösung und Befreiung von dem Bösen erfahren. Nun hat die Sünde ihre Macht verloren.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) 1.Mose 4,3-8 (2) Hebr. 4,15 (3) Mal. 3,20 [Luther 2017]

Als Gebetsinspiration zwei Strophen aus „Sonne der Gerechtigkeit“

1) Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
dass die Welt es sehen kann.
Erbarm dich, Herr.

3) Schaue die Zertrennung an,
der kein Mensch sonst wehren kann;
sammle, großer Menschenhirt,
alles, was sich hat verirrt.
Erbarm dich, Herr.
Text: Christian David (1692-1751), Johann Christian Nehring (1671-1736)


Kurze Bewertung: "Hat Sie diese Andacht angesprochen?"
|  ja sehr  |   ja   |  es geht so  |  nein  |  überhaupt nicht  |

Schreiben Sie einen Kommentar


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Wenn Sie diesen Dienst täglich als E-Mail erhalten möchten, gehen Sie bitte auf folgende Seite: Gedanken zur Tageslosung als Mail oder schreiben Sie einfach ein kurzes Mail an: buero@cza.de
Falls Sie diesen Dienst mit einer Spende unterstützen wollen:
Überweisen Sie Ihre Spende an CZA, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH oder gehen Sie auf die Spendenseite des CZA, auf der Sie zusätzlich mit PayPal oder einer Kreditkarte spenden können.
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.


Kommentar schreiben: