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Losungswort Der HERR spricht: Wer mich ehrt, den will ich auch ehren; wer aber mich verachtet, der soll wieder verachtet werden. 1. Samuel 2,30 Lehrtext Jesus sprach: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Johannes 14,23
Ehren und lieben
Im Umfeld der heutigen Bibelverse finden wir jeweils Gegenüberstellungen. Beim Losungswort geht es darum, Gott zu ehren oder eben nicht. Sowohl das eine wie das andere hat Folgen: Wer Gott ehrt, wird wiederum von ihm geehrt. Wer ihn jedoch verachtet, wird ebenfalls Verachtung erfahren. Im Rahmen des Losungswortes ging es um Samuels Söhne Eli und Pinhas, die ihr Priesteramt schamlos missbrauchten und sich nicht von ihrem Vater zurechtweisen ließen. Auch Samuel selbst erhielt von Gott herbe Kritik, da er seine Söhne zwar tadelte,(1) aber nichts gegen sie unternahm, sondern sie einfach weitermachen ließ. Damit stellte er sie über Gott, denn er beugte sich vor ihnen statt vor Gott.(2) Im Lehrtext erklärt Jesus, was es bedeutet, ihn zu lieben: Sein Wort wird dann für uns der Maßstab, den wir anlegen. Gott erweist hierauf seine Liebe darin, dass er und der Sohn bei uns wohnen wollen. Auch hier gibt es eine Gegenüberstellung. Im Folgevers sagt Jesus: „Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.“(3) In allen Fällen zeigt sich die innere Haltung daran, wie wir handeln. Man kann wie Eli zwar das Richtige sagen, aber dennoch in alten und verkehrten Mustern steckenbleiben. Wenn wir Gott jedoch ehren wollen, stellen wir ihn als höchste Instanz über alles. Das bedeutet, dass er das letzte Wort hat – ob es nun gerade bequem ist oder nicht. Wenn nun der Vater und der Sohn in uns wohnen, wie es im Lehrtext gesagt wird, so sind sie ein Teil unseres Lebens. Wie in einer Wohngemeinschaft haben sie dann ein Mitspracherecht. Und hier wird es spannend: Welche Priorität räumen wir ihnen ein? Jesus sagt, dass sein Wort „das des Vaters“ ist. Wenn wir das ernst nehmen, werden wir danach streben, entsprechend zu handeln.
Einen gesegneten Tag wünscht Angela Mumssen (1) 1.Sam. 2,22-24 (2) 1.Sam. 2,29-30 (3) Joh. 14,24 [Luther 2017] Gebet: Danke, Vater im Himmel, dass du durch Jesus Christus an meinem Leben teilhaben willst. Herr Jesus, ich will deine Worte nicht nur hören, sondern auch tun. Öffne mir dafür die Augen, sodass ich erkennen kann, was dein Wille ist. Und hilf mir dort, wo ich noch in alten Wegen gehe. Hilf mir, ein Leben zu führen, das dich ehrt und meine Liebe zu dir widerspiegelt. Amen.
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