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Losungswort HERR, du hast angefangen, deinem Knecht zu offenbaren deine Herrlichkeit und deine starke Hand. 5. Mose 3,24 Lehrtext Jesus betete: Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast. Johannes 17,24
Die Herrlichkeit Gottes
Das heutige Losungswort ist ein Gebet des Mose. Er dankte Gott für alles, was er mit ihm erlebt hatte. So durfte Mose Gottes Herrlichkeit sehen und seine starke Hand erleben, mit der die Israeliten all ihre Feinde besiegen konnten. Liest man das ganze Kapitel, klingt vieles sehr kriegerisch, ja sogar verstörend: Da wurden Königreiche besiegt und alle dort lebenden Menschen getötet. Manch einer kann Gott da nicht mehr verstehen. Was mir hilft, ist folgende Betrachtung: Damals waren die umliegenden Völker tief in verschiedene Götzenkulte verstrickt. Das ging so weit, dass sogar Kinder geopfert wurden. Auch Israel war dafür immer wieder anfällig. Nach meinem Bibelverständnis wollte Gott deshalb, dass sich sein Volk nicht mit diesen Völkern vermischte oder verschwägerte. Die Gottlosigkeit der anderen und die eigene Schwachheit waren aus meiner Sicht Grund für das radikale Vorgehen Israels. Doch all das hat mit Jesus Christus ein Ende gefunden. Für uns Christen gibt es keine Rechtfertigung, so zu handeln, wie Israel es damals tat. Der Grund ist, dass wir ebenfalls Gottes Stärke und Herrlichkeit erkennen durften. Doch diesmal liegen sowohl seine Stärke als auch seine Herrlichkeit in uns. Wir können den Glauben selbst dann bewahren, wenn niemand um uns herum an Jesus Christus glaubt, denn der Geist Christi lebt in uns. Als Menschen sind wir nicht stärker als alle anderen und ebenfalls anfällig für Strömungen, die uns von Christus wegziehen. Doch der Geist Christi in uns macht hier einen Unterschied. Im Lehrtext betete Jesus, dass wir seine Herrlichkeit einmal sehen sollen, wenn wir bei ihm sind. Ein paar Verse vorher betete er sogar: „Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich nun auch ihnen gegeben, damit sie eins sind, so wie wir eins sind.“(1) Dies alles schenkt uns Gott durch Jesus Christus. Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Joh. 17,22 [Neue Genfer Übersetzung] Vater im Himmel, ich danke dir von Herzen, dass ich aus deiner Kraft leben kann. Was mir unmöglich ist, machst du möglich. Wo ich anfällig bin, machst du mich stark. Niemand kann mich von deiner Liebe trennen. Auch muss ich mich weder vor Menschen fürchten noch gegen sie kämpfen. Halte mich fest bei dir und erfülle mich neu mit deinem Geist. Das bitte ich in Jesu Christi Namen, Amen.
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